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Die Anfahrt

Habe soeben einen alten Text auf meinem PC gefunden, der die Anfahrt zu unserem Ferienhaus auf Rügen in Dranske beschreibt. Ich schreibe ihn mal eben ab. Nur für euch.

Die Anfahrt

4:20 Uhr - Es geht los. Alle restlichen Taschen genommen und ab ins Auto. Mal schauen, wie die Fahrt wird. Im Moment bin ich zwar müde, aber entspannt und relativ gut gelaunt.

8:00 Uhr - Hab inzwischen etwas vor mich hingedöst, bin aber immer noch müde. Na ja, dass heißt dann ja, dass ich diese Nacht wenigstens schlafen kann. Mein Bruder (saß damals neben mir) nervt mich im Moment noch nicht und ich genieße es. Der Ipod kann noch viele Stunden laufen.

9:01 - Bin im Auto gefangen. Es ist stickig und eng. Mir wird schlecht sobald ich lese und darum musste ich "Das Parfum" zur Seite legen. Ich bin hungrig, müde und von dem Song im Radio genervt. Um sich Gehör zu verschaffen, muss man schreien. Selbst dann ist es nicht garantiert, dass man auch wahrgenommen wird. Einziger Lichtblick: Hinter Hamburg wird Rast gemacht. Wehe, ich bekomm' da nichts Vernünftiges zu essen!

Rastplatz - Sieht ganz in Ordnung hier aus. Ein bisschen voll, aber was soll man machen? Na ja. Ein Brötchen mit Salami verdrückt. Das erste richtige Essen seit halb 5 Uhr morgens.

11:30 Uhr - Ich spüre meine Beine nicht mehr. Habe ich überhaupt welche? So langsam verursacht die immer ekeliger werdende Luft bei mir Kopfschmerzen. Reiß dich zusammen. Nur noch ein bisschen.

13:00 Uhr - Woah! Wir sind auf Rügen. Jetzt kann es nicht mehr lange dauern, oder? Aber wo bitte liegt jetzt "Dranske"?

14:30 Uhr - Ich habe keine Lust mehr. Die Landschaft wird immer schlimmer und die Häuser immer brüchiger. Meine Beine sind jetzt gänzliche abgefault. Habe aber nicht gequengelt. Man kann mir nichts vorwerfen.

14:50 Uhr - Wir sind jetzt in Dranske. Sieht genauso aus wie zuhause. Hat aber einen anderen Namen. Wäre ja auch doof wenn nicht. Dann hätten wir uns die Fahrt ja sparen können. Eben den Hausbesitzer angerufen und ab zum Feriendomizil.

15:00 Uhr - Wir stehen vor dem Haus und ich muss schon sagen. Jetzt möchte ich lieber wieder zurück zur Raststätte und dort auf einer der Toiletten übernachten. Runtergekommen bis zum Geht-nicht-mehr. Farbe schien das Haus nie gehabt zu haben. Na mal sehen. Keine voreiligen Schlüsse. Vielleicht sieht es von innen ja viel besser aus. In 10 Minuten ist jemand da, der uns die Schlüssel gibt und uns alles zeigt.

15:40 Uhr - So, der Schlüsseljunge hat es geschafft. Er hat sich nicht verlaufen. Welche Freude. Gut, nun Türe auf und rein in die gute Stube. Erster Eindruck vom Erdgeschoss. Ja, ja. Ist in Ordnung. Küche sieht sauber aus, Wohnzimmer und Esszimmer auch. Na dann auf nach oben. Kann ja nicht schlimmer sein. "Wir haben da einen kleinen Wasserschaden." wird uns am Fuß der Treppe mitgeteilt vom Schlüsselgrützkopf. Einen kleinen? Ich will nicht wissen, was die unter einem großen Wasserschaden kennen. Haus weggeschwemmt? Die halbe Wand durchnässt. Es riecht wie auf einem muffigen, alten Kahn, der schonmal den Grund des Meeres gesehen hat. Einmal Bikini Bottom und zurück, oder wie? Wir haben ein Haus gemietet, keine Tropfsteinhöhle. Die hätten wir billiger haben können. Und es kommt noch besser. Ich zähl die Betten: Ein Doppelbett, zwei Doppelbett, drei Doppel - ach ne, das ist ein französisches Bett. Sehr schön. Haben wir kein Laken für. Aber man hätte ja auch mitdenken können. Sowas muss man immer dabei haben, wenn in der Beschreibung steht "drei Doppelbetten" heißt das nicht, dass da auch drei Doppelbetten stehen. Das ist Quatsch. Ein Trugschluss. Ne, ne, ne. Na ja. Immerhin noch zwei ausklappare Schlafsofas. Durchgelegen. Eines davon beschlagnahme ich.

17:23 Uhr - Ich schreibe jetzt nochmal. Meine Eltern sind einkaufen. Irgendetwas Frisches außer uns Menschen müssen wir hier ja haben. Haben Opa direkt mitgekarrt. Gott sei Dank. Das halte ich hier keine zwei Wochen aus. Stiefelt hier genüßlich in meinem Zimmer rum und labert mir einen rein. Ruhig Blut. immerhin hab ich jetzt mein eigenes Zimmer in der ursprünglichen Bar neben dem Esszimmer. Kein Schrank, kein Nachttisch, kein gar nichts. Nicht mal 'ne normale Tür. Nein, da sind Fenster drin. Kann man durchgucken. Wird ein toller Urlaub. Das habe ich im Gefühl. Ich freu mich schon auf zuhause. Dort werde ich mich dann erstmal desinfizieren und monatelang duschen. Zum Glück hab ich hier nicht Geburtstag. Wär die totale Pleite gewesen. So, mehr werde ich zu diesem Tag hier nicht schreiben. Gleich vor den Fernseher gehauen. Oder Lesen. Aber nicht hier in diesem "meinem" Zimmer. Habe das Gefühl hier bekommt mir die Luft nicht so.

 

Nachwort:

Das Haus in dem wir da gewohnt haben, war wirklich in einem höchst schlechten Zustand. Zwei Tage lang war sogar Orkanwarnung und uns wäre fast das Dach auf den Kopf gefallen. Die Tropftsteinhöhle verwandelte sich in einen Wasserfall. Meine Eltern und mein Bruder waren am Ende des Urlaubs leicht von Krankheit befallen.

13.10.08 15:07
 


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